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DER ROMAN ZUR CORONA KRISE

die pest. albert camus.

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Die Pest

"Heimsuchungen gehen tatsächlich alle Menschen gleich an, aber es ist schwer, an sie zu glauben, wenn sie über einen hereinbrechen." 

 

Albert Camus schrieb dies in seinem berühmten Roman "Die Pest".

 

"Für mich eines der beachtenswertesten Werke der Weltliteratur. Zum nochmaligen Lesen und zum Nachdenken! Aus gegebenem Anlass. Ich habe das Buch aus dem Regal genommen. Und letztendlich keinen Lesegenuss verspürt. Das Buch habe ich wieder weggelegt. Wie andere Bücher auch. Der Verzehr einer Tafel Schokolade hatte besaß eine höhere Dringlichkeit."

 

Horst G. Flämig

Auflage: 86. Aufl.

349 Seiten

Autor: Albert Camus

Übersetzung: Uli Aumüller

Reihe: rororo Taschenbücher (22500)

ISBN 9783499225000

quelle: rowohlt verlag

Albert Camus’ „Pest“- Roman war in Italien zeitweise ausverkauft. In Deutschland druckt der rowohlt Verlag aufgrund der hohen Nachfrage die 90. Auflage.

"Vor einigen Wochen gewann man den Eindruck, die deutsche Bevölkerung treibt nur die Kassenbonpflicht in Bäckereien um.

Das hat sich geändert. Jetzt ist die Frage: Gibt es bei Rossmann noch Toilettenpapier. 

In den USA wird die bange Frage gestellt, ob die Lieferungen von Arzneimitteln aus China sichergestellt sind. Und in Japan gibt es Engpässe bei Grabsteinen. Neunzig Prozent der Blöcke kommen aus China."

Vor mehr als 70 Jahren erschien der Roman „Die Pest“, des französisch-algerischen Schriftstellers Albert Camus Roman – eine Geschichte über die physische und moralische Zerstörung einer Gesellschaft durch eine Pandemie.

Heute:

 

Aufgebrachte Bürger vernageln die Türen ihrer Nachbarn. An Wohnungstüren werden Schilder angebracht auf denen gewarnt wird: Hier lebt jemand, der infiziert ist. Bewohner verbarrikadieren ihre Häuserblocks. Paketboten dürfen ihre Lieferungen nur noch vor die Tür stellen. Weil Atemmasken längst überall ausverkauft sind, basteln sich die Menschen welche aus Pampelmusenschalen und BH-Körbchen. Und alles begann recht harmlos. In China wurden die ersten Krankkheitsfälle heruntergespielt.

Auch bei Camus beginnt alles ganz harmlos:

Eine Geschichte vom Kampf gegen die physische und moralische Zerstörung einer Gesellschaft während des Ausbruchs einer Seuche. Ort der Handlung ist die algerische Stadt Orang. Da sind zunächst ein paar Ratten auf den Straßen. Langsam werden es immer mehr. Dann die ersten Erkrankten. Die ersten Toten. Dann ist klar: Die Pest greift um sich und versetzt die Stadt in einen Ausnahmezustand.

Die Stadt-Oberen versuchen durch drastische Maßnahmen, die Lage in den Griff zu bekommen.

 

„Man kam auf die Idee, innerhalb der Stadt bestimmte besonders stark betroffene Viertel zu isolieren und nur den Menschen, deren Dienste unentbehrlich waren, zu erlauben, sie zu verlassen“, heißt es an einer Stelle im Roman. Die Pestkranken werden in ein Ghetto verbannt, die Stadt wird abgeriegelt.

Eine Stadt wird abgeriegelt. Ausgangssperren werden angeordnet. Der Infizierte als Aussätziger. Die Ereignisse im Roman. Die Ereignisse aktuell. Im Roman wird alles wieder gut. 

albert camus. foto: © rowohlt archiv.

Albert Camus

Albert Camus wurde am 7. November 1913 in ärmlichen Verhältnissen als Sohn einer Spanierin und eines Elsässers in Mondovi, Algerien, geboren. Von 1933 bis 1936 studierte er an der Universität Algier Philosophie. 1934 trat er der Kommunistischen Partei Algeriens bei und gründete im Jahr darauf das «Theater der Arbeit». 1937 brach er mit der KP. 1938 entstand sein erstes Drama «Caligula», das 1945 uraufgeführt wurde. Camus zog 1940 nach Paris. Neben seinen Dramen begründeten der Roman «Der Fremde» und der Essay «Der Mythos von Sisyphos» sein literarisches Ansehen.

1957 erhielt Albert Camus den Nobelpreis für Literatur. Am 4. Januar 1960 starb er bei einem Autounfall.

foto: © rowohlt archiv

albet camus. foto: © rowohlt archiv