jetzt noch nicht. aber irgendwann schon.

"plötzlich wusste ich, und ich wusste es wirklich, nicht nur theoretisch, sondern körperlich, ich würde sterben." 

"plötzlich wusste ich, und ich wusste es wirklich, nicht nur theoretisch, sondern körperlich, ich würde sterben." 

über die folgen einer hirnblutung. über einen menschen im ausnahmezustand.

Es ist kurz vor Weihnachten und Martin will nur noch ein paar Besorgungen machen, als ihn im Supermarkt plötzlich ein komisches Gefühl befällt, kurz danach verweigert der rechte Arm die Mitarbeit und er kann nur noch nach Hause eilen. Im Krankenhaus dann die erschreckende Gewissheit: eine Einblutung im Gehirn, die die Motorik beeinträchtigt. 48 Stunden keine Aufregung, keine Bewegung, nur um die größte Gefahr zu überleben. Untersuchung um Untersuchung, nur abgelöst und Gedanken über das, was im Leben war und das, was bleibt, sollte er die kritische Phase nicht überleben. Und wenn doch, wie wird er das Klinikum verlassen, was bedeutet dies für seine Frau und ihren nicht einmal zweijährigen Sohn?

 

Martin Simons schreibt über das, was er selbst erlebt hat, das Ereignis, das ihn unerwartet aus dem Leben gerissen und alles in Frage gestellt hat. Die ersten Stunden, die er intensiv erlebt, die Tage der Ungewissheit und dann der Versuch wieder in die Normalität zurückzukehren. Vor allem aber auch die schmerzliche Erkenntnis: während er bewegungslos im Bett liegt, geht das Leben draußen ohne ihn weiter.

Martin Simons, 1973 geboren, lebt mit seiner Familie in Berlin. Er hat rechtswissenschaft und philosophie studiert und ist Autor und Herausgeber mehrerer Bücher. arbeitete als Jurist, Journalist und war Redenschreiber für den ehemaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse.

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