Claude Lévi-Strauss

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Lévi-Strauss - aktueller denn je.

 

Im Besonderen vor dem Hintergrund der augenblicklichen Corona-Problematiken: Die Minderung aktiver individueller Selbstorganisation der Menschen, die Einschränkungen der Entscheidungsfreiheit von Individuen bzw. Gruppen, die Reduktion der Selbstbestimmung.

 

Wie aus dem jungen Philosophielehrer Claude Lévi-Strauss der Begründer der „strukturalen Anthropologie“, der Neu-Erfinder der Ethnologie und der große Mythologe des 20. Jahrhunderts wurde. Ein Genius, der nicht mit einer Jeans verwechselt werden wollte. Ein Denker, der keiner Konvention folgte, der nichts als gegeben ­voraussetzte. Ein Wissenschaftler, ein Schriftsteller,  ein Melancholiker, ein Ästhet, eine Ikone, ein Hundertjähriger, der ein ganzes Jahrhundert prägte. Behandelt in einer überragenden Biographie der französischen Historikerin Emmanuelle Loyer

Enthusiastisch und hymnisch beurteilen Rezensentinnen und Rezensenten  diese ausnehmende Levi-Strauss-Biografie der französischen Historikerin Emmanuelle Loyer. Die Kritikerinnen und Kritiker sind voller Bewunderung ob der enormen Recherchearbeit, die Loyer betrieben hat, um dem großen Anthropologen gerecht zu werden. Die Autorin, hatte Zugang zu den privaten Archiven und einen engen Kontakt zu Levi-Strauss' dritter Frau. Private Anekdoten setzt Loyer gekonnt in Verbindung mit dem gewaltigen Werk von Lévi-Strauss. setzt.

Die Ethnologie legt heute unter anderem den Focus auf die Gesamtheit kultureller und interkultureller Lebensweisen innerhalb von, beziehungsweise zwischen, sozialen Gruppen, so etwa auch in modernen Industriegesellschaften, in städtischen Räumen oder in Zusammenhang mit Migration