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Jane Austen (1775 - 1817)

 

Eine Frau, die ihrer Zeit weit voraus war, das Recht auf freie Partnerwahl für sich beanspruchte und deren Leben von Romantik und Leidenschaft bestimmt war.

Obwohl sie zu ihren Lebzeiten nur vier Romane veröffentlichte, zählt sie heute zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt. Sie blieb unverheiratet.

 

Eine Nebeneinanderstellung. Eine Zeitreise durch acht literarische Epochen. Drei der besten britischen Schriftstellerinnen des 19. und 20. Jahrhunderts.

 

Jane Austen (1775 - 1817). Mary Ann Evans alias George Eliot (1819 - 1880). Virginia Woolf (1882 - 1941).

Sturm und Drang1770 - 1785 | Klassik1786 - 1805 | Romantik1795 - 1840 | Biedermeier1815 - 1848|  Realismus1850 - 1890 | Naturalismus1875 - 1900 | Expressionismus1910 - 1925 | Sachlichkeit1925 - 194

 

Zwei Jahre nach dem Tod von Jane Austen, die im Alter von 41 Jahren starb, wurde Mary Ann Evans geboren. Und wiederum zwei Jahre nach dem Tod von Evans, die im Alter von 61 Jahren starb, wurde Virginia Woolf geboren, die im Alter von 59 Jahren verstarb.

 

Drei unkonventionelle Schriftstellerinnen. Drei Frauen, die sozialpolitische und gesellschaftliche Themen durchleuchten. Drei Frauen, die die prüde Gesellschaft brüskieren. Drei Frauen, die für ihre jeweilige Zeit bahnbrechende und progressive Texte schrieben. 

Drei Frauen. Eine unvermählt. Eine mit einem 20 Jahre jüngeren Mann verheiratet. Eine mit einer Liebesbeziehung zu einer Frau.

Jane Austen wurde am 16. Dezember 1775 in Steventon, Hampshire, als Tochter des Pfarrers George Austen geboren. Als siebtes von acht Kindern. Dank der umfangreichen Bibliothek ihres Vaters fand sie früh Zugang zur Literatur und begann bereits im Alter von zwölf Jahren mit dem Schreiben.

 

1801 zog die Familie in den Kurort Bath, den Austen später häufig zum Schauplatz ihrer Romane machte. Der Tod des Vaters zwang die Familie 1805 zum erneuten Ortswechsel. Zusammen mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern zog die junge Jane Austen zunächst nach Southhampton, vier Jahre später dann in das Landhaus eines wohlhabenden Onkels. Sein Anwesen in Chawton, Hampshire, sollte bis kurz vor ihrem Tod (1817) die Heimat der Schriftstellerin bleiben.

 

Sie widmete sich fortan dem Schreiben und veröffentlicht 1811 den Roman Sense and Sensibility (Verstand und Gefühl), gefolgt von Pride and Prejudice (Stolz und Vorurteil, 1813), Mansfield Park (1814) und Emma (1816).

 

Die Werke erschienen anonym und auf ihr eigenes finanzielles Risiko. Als Autorenangabe fand sich darin nur der Hinweis: »By a Lady«. Den bis heute währenden großen Erfolg ihrer Werke erlebte Jane Austen nicht lange. Am 18. Juli 1817 verstarb sie nach kurzer, schwerer Krankheit an Niereninsuffienz.in Winchester.

 

Sie wurde nur 41 Jahre alt.

J. Austen. Stich von 1869, nach einer Skizze von Cassandra Austen, National Portrait Gallery, London

Stich von 1869, nach einer Skizze von Cassandra Austen, National Portrait Gallery, London

Vorkämpferisch. Rebellisch. Epochal.

Eine gute Heirat war in der damaligen Zeit die einzige akzeptable Möglichkeit für eine junge Frau der „Gentry“, sich eine respektable Stellung in der Gesellschaft zu sichern. Andernfalls war sie ihr Leben lang – ähnlich wie Jane Austen selbst – vom Wohlwollen und der Großzügigkeit wohlhabender Verwandter abhängig.

 

In all ihren Werken gelang es der Autorin auf vortreffliche Weise die sozialen, menschlichen und gesellschaftlichen Exzentriziäten aufzudecken, zu karikieren und mit feinem Humor zu kritisieren. Dabei bewies sie eine außergewöhnliche Beobachtungsgabe.

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"Verstand und Gefühl" erzählt die Geschichte der Schwestern Elinor und Marianne Dashwood, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

 

Erstere verkörpert Verstand, Selbstbeherrschung und Reserviertheit, letztere Gefühl, Leidenschaftlichkeit und Impulsivität.

 

Beide treffen auf ihre große Liebe - und beide müssen schmerzhaft erfahren, daß das Glück nicht nur eine Frage des Gefühls ist 

Erschienen 1811

Quelle: Insel Verlag

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Erschienen 1813

Quelle: Insel Verlag

"Stolz und Vorurteil" erzählt von den Mühen der Familie Bennet, fünf Töchter standesgemäß unter die Haube zu bringen.

 

Auf der Suche nach passenden Heiratskandidaten betreten die jungen Frauen einen unerbittlich harten und gewissenlosen Heiratsmarkt, der nicht nach Gefühlen, sondern nur nach wirtschaftlichem Wert fragt.

Mary Ann Evans alias George Eliot (1819 - 1880)

 

Mary Ann Evans legte sich den männlichen Namen an, um den Beginn ihrer literarischen Karriere möglich machen zu können. 

Und dabei zugleich von einer 'wilden Ehe' mit einem verheirateten Goethe-Experten abzulenken.

Middlemarch. Betrachtungen über das Leben im Hinterland.

 

Middlemarch.

Ein prägnantes Bildnis von den Skurrilitäten der englischen Provinz und ihrer kapriziösen und kauzigen Bewohner.

 

Middlemarch - Eine fiktive Ortschaft im mittleren England.  Middlemarch - Ein Gesellschaftsepos angesiedelt in der Provinz. Middlemarch - die Erzählung trägt sich zu im Jahre 1830. Middlemarch - das Werk erschien 1872 vierzig Jahre später. Middlemarch - das Werk lag in vier Bänden vor und wurde zeitnah ins Deutsche übersetzt. Middlemarch - Anlässlich des 200. Geburtstag der Autorin im November 2019 liegen zwei Neuauflagen vor. Brillant übersetzt. - Middlemarch - Von einer internationalen Jury, bestehend aus 82 Juroren, zum bedeutendsten britischen Roman aller Zeiten auserwählt. Middlemarch - Über 1.000 Seiten. Ein großes Buch einer großen Autorin.

Scheiternde Ehen in der Provinz.

Im 19. Jahrhundert war die Ehe innerhalb der Gesellschaftsschichten vorbestimmt und festgelegt. Die unwahrhaftige groteske Konstellation wählender Männer und erwählter Frauen wurde zur Krux. 

Eine falsche Partnerwahl wurde in der einstmailgen Gesellschaft zum größtmöglich Unglück in der Ehe.

Ein Höhepunkt englischer Romankunst des 19. Jahrhunderts. Die Mischung aus Realismus, farbiger Personenzeichnung, psychologischer Einfühlung, naturwissenschaftlichem und philosophischem Interesse und historischem und sozialgeschichtlichem Bewusstsein ist unerreicht.

Das Buch zeichnet ein lebhaftes Gemälde von den Skurrilitäten der englischen Provinz und ihrer Bewohner.

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geoge eliot. foto: © akg-images

George Eliot, eigentlich Mary Anne Evans, (* 22. November 1819 in Nuneaton, Grafschaft Warwickshire; † 22. Dezember 1880 in London). Schriftstellerin, Übersetzerin und Journalistin, die zu den erfolgreichsten Autoren des viktorianischen Zeitalters zählt. 

Middlemarch

foto: © akg-images

Quelle: Rowohlt Verlag

Virginia Woolf (1882 - 1941)

 

Eine Ikone der modernen Literatur. Es bestand eine künstlerische Verwandtschaft mit dem gleichaltrigen Iren James Joyce (beide erblickten 1882 das Licht der Welt und starben im Jahr 1941), den Virginia Woolf skeptisch beargwöhnte – sie fand ihn schmuddelig und prätentiös – und der sie doch stark beeinflusste. 

Virginia Woolf gilt vielen Leserinnen und Lesern als nicht leichte Lektüre. Aber mit der bittersüßen Satire „Orlando“ über einen Mann, der eine Frau wird, gelang ihr ein wahres Bravourstück.

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Orlado

Orlando. Der Name eines blendend aussehenden englischen Lords, Angehöriger eines uralten Adelshauses, der zum jugendlichen Geliebten von Elizabeth I. wird und unter König Jakob II. Gesandter am Hof des türkischen Sultans in Konstantinopel. Dort feiert Orlando aus Anlass der Erhebung in den Herzogstand am Ende des Ramadans ein rauschendes Fest, das damit endet, dass er in tiefen, tagelangen Schlaf fällt.

Buchumschlag unter Verwendung des Bildes „Lady in a Red Hat – Vita Sackville-West“, William Strang, 1918.

184 Seiten

Autor: Virginia Woolf

ISBN 9783965421318

Die Schriftstellerin Virginia Woolf wird gerne in Schubladen verortet wie „wahnsinnig“ oder „Feministin“. Dabei war sie viel mehr. Vor allem revolutionierte sie das Schreiben nach dem Vorbild moderner Malerei.

Im Dezember 1922 lernte sie die Schriftstellerin Vita Sackville-West kennen, die Frau des Diplomaten Harold Nicolson. Aus der freundschaftlichen Beziehung entwickelte sich eine dreijährige enge Liebesbeziehung (1925–1928), die in Freundschaft überging und bis zu Virginias Tod Bestand hatte.

 

Im Frühjahr und Sommer 1928 unternahmen Virginia und Vita eine längere Reise durch Frankreich. Im Oktober desselben Jahres erschien Orlando. Die Hauptfigur Orlando lebt vom 16. bis ins 20. Jahrhundert, wechselt im Erwachsenenalter ihr Geschlecht vom Mann zur Frau und ist am Ende der Zeitreise eine Dichterin.

 

Dieser humorvolle Roman gilt als Virginias Liebeserklärung an Vita Sackville-West, deren Persönlichkeit sich in Orlando spiegelt. 

viriginia woolf. foto: © george charles beresford

foto: © george charles beresford

Historische Details entnahm Virginia aus Vitas 1922 veröffentlichtem Buch Knole and the Sackvilles, in dem Vitas Geburtshaus, das Knole House in Kent und die Geschichte der Sackvilles geschildert wird. Virginia selbst beschreibt das Buch als heiter und schnell lesbar; es zu verfassen war Urlaub für sie als Schriftstellerin und bereitete ihr nicht die Mühen anderer Werke.

virginia woolf. foto: © george charles beresford