die verlorene hoffnung

»Russland. Ein Land, das sich auftat zu Emanzipation und Freiheit, erträgt heute Bevormundung und Unterdrückung. Wie konnte die ehemals hoffnungsfrohe russische Gesellschaft in den Händen von Putin und seinen Oligarchenfreunden enden?«

Die Zukunft ist Geschichte

Juli 2020 erscheint im Suhrkamp Verlag die kartonierte Ausgabe.

»Ich wollte zeigen, wie es war, in den vergangenen dreißig Jahren in Russland zu leben, und zugleich erzählen, wie Russland selbst in dieser Zeit gewesen ist – und wie es wurde, was es heute ist.«

Masha Gessen

Der Ottobeurer Literaturkreis bewegte sich in 2019 an den bisweilen wenig entdeckten literarischen Rändern Osteuropas. In Ländern, in denen mutige  Schriftsteller und Jornalisten Sand ins Getriebe der Herschenden streuen. Und somit Repressalien und Willkür ausgesetzt sind. 

Der faktografische Roman von Masha Gessen - Die Zukunft ist Geschichte. Wie Russland die Freiheit gewann und verlor- war eine ideale Ergänzung zu unserer damaligen Lesereihe, die unter folgendem Leitthema stand: Erlebt die Menschheit das Sterben der Zukunft in ihrer Gegenwart?

Masha Gessen, geboren 1967 in Moskau, emigrierte 1981 mit ihrer Familie in die USA und kehrte 1994 nach Russland zurück. Sie schrieb dort für russische und amerikanische Printmedien. Wegen der Homophobie-Gesetzgebung übersiedelte sie 2013 mit ihrer Frau und den beiden Kindern nach New York. Masha Gessen schreibt für das Magazin The New Yorker und ist Autorin zahlreicher Bücher, u. a. der Enthüllungsbiographie über Putin, Der Mann ohne Gesicht (2012). Ihr Buch Die Zukunft ist Geschichte wurde in den USA 2017 mit dem National Book Award der Kategorie Nonfiction ausgezeichnet. Sie erhält am 20. März zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2019.

Quelle: Youtube

PRESSESTIMMEN

»Masha Gessen erklärt elegant und thesenstark, warum die Demokratie in Russland scheierte. ... In [ihr] haben wir es mit einer Intellektuellen zu tun, die – diesmal im besten Sinne des Wortes – eine Russland-Versteherin ist und noch dazu eine begnadete Autorin.«

Franziska Davies, Süddeutsche Zeitung

»Die Mischung aus literarischer Reportage und psychologischer Tiefenbohrung ist grandios.«

Paul Igendaay, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Wer die Innenansicht von Putins Russland und seiner Menschen ... aus Sicht der Opposition kennenlernen will, wird hier fündig.«

Hannes Schwenger, Der Tagesspiegel

»Für jeden, der sich fragt, wie Russland in den Händen von Putin und seinen Freunden enden konnte und was dies für uns alle bedeutet, zeichnet Masha Gessen ein so alarmierendes wie überzeugendes Bild.«

Ed Lucas, The Times

»Gessens bestes Buch, eine umfassende Geistesgeschichte Russlands durch die letzten vier Jahrzehnte, erzählt anhand einer Tolstoi’schen Galerie von Charakteren.«

Susan B. Glasser, The Washington Post

»Ein Russland-Buch, das man gelesen haben muss, um den Osten zu verstehen.«

DIE ZEIT

»Wer Russland verstehen möchte, kommt um dieses Buch nicht herum.«

Barbara Kerneck, taz. die tageszeitung

»Die populistische Instrumentalisierung einer vereinfachten Nationalgeschichte zur Absicherung autoritärer Strukturen und zur Ausgrenzung von Minderheiten ist ein weltweit zu beobachtendes Phänomen unserer Tage. Aber jede Gesellschaft hat auch ihre jeweils eigene Geschichte, die dorthin führt. Und die ist für Russland vielleicht noch nie so um fassend, so detailliert und so tief erzählt worden.«

Hans von Trotha, Deutschlandfunk Kultur