vom wahnsinnigen genie blieb nur der wahnsinn.

pola kinski. foto: © stefan klüter/insel verlag

pola kinski.

kindermund ist pola kinskis autobiografie ihrer kindheit und jugend. sie erzählt, wie es war, die tochter des enfant terrible des deutschen films zu sein, und sie rechnet ab, so unsentimental wie schonungslos: mit einem, für den es als selbstverständlich galt, sich über alle grenzen hinwegzusetzen, und der es skrupellos in kauf nahm, das leben des eigenen Kindes zu zerstören.

foto: © stefan klüter/insel verlag

pola kinski ist drei jahre alt, als sich ihre eltern scheiden lassen. sie ist das erste kind von klaus kinski, einem aufstrebenden schauspieler, damals, mitte der fünfziger jahre. nach der scheidung lebt das kind bei mutter und großvater in münchen; seinen vater sieht es nur selten. alles ändert sich, als kinski in fernsehen und kino der durchbruch gelingt. er holt seine tochter bei jeder gelegenheit zu sich nach berlin und später nach rom, lässt sie zu den wechselnden drehorten nachreisen. pola erlebt die tobsuchtsanfälle und die verschwendungssucht ihres vaters: er brüllt auf sie ein und überhäuft sie mit geschenken und geld. las sie sich sehnlichst wünscht, die Liebe und geborgenheit der eltern, versagen ihr mutter wie vater. die zuwendung der einen gilt bald nur mehr dem neuen mann und zweiten Kind. der andere macht die eigene tochter über jahre zu seiner kindfrau.

kindermund.

pressestimmen.

»Pola Kinski hat für ihre versteckte Qual eine Sprache gefunden. Sie hat damit Ihre Verzweiflung aus sich herausgerissen und neben sich gestellt.«

Jürg Acklin, Süddeutsche Zeitung

»Kein angenehmes Buch - aber ein gutes, wichtiges und lesenswertes.«

Anne-Dore Krohn, kulturradio

»In starken Bildern lässt Kinski die Gedanken- und Gefühlswelt eines Kindes entstehen, das sich mal als hübsche Staffage, mal als Fremde in der eigenen Farnilie fühlt. Und noch etwas gelingt ihr: Die Widersprüchlichkeit darzustellen, die die Gefühlswelt eines Missbrauchsopfers beherrschen kann.«

Claire Horst, Jungle World Online

»Mit ihrem Buch hat sie gegen den Mythos Kinski angeschrieben, es ist der Versuch, ihn zu demaskieren. Vom wahnsinnigen Genie bleibt nur der Wahnsinn.«

SPIEGEL ONLINE

»Mutig nennt ihre Schwester Nastassja Kinski ihr Buch und mutig ist es auch, denn Pola schont sich nicht, schreibt sich nicht selber schön, sie schreibt es nur endlich alles nieder und zeigt der Öffentlichkeit, die den >kolossalen Kinski< immer noch verehrt, ihren Vater - nackt.«

Veronika Bock, WDR

»Pola Kinskis Kindermund ist mehr als eine Abrechnung: Es ist auch ein Erinnerungsbuch von literarischem Rang«

Daniel Kothenschulte, Frankfurter Rundschau

»Pola Kinski hat das Denkmal ihres Vaters mit Brachialgewalt zum Einsturz gebracht.«

Peter Mohr, Wiesbadener Kurier

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pola kinski. foto: © stefan klüter/insel verlag.